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Besuchsbericht BG Köln PDF Drucken E-Mail
Aktuelles
Geschrieben von: Gerd Korhammer   
Dienstag, den 17. Juli 2012 um 12:50 Uhr

 

Wie man zumindest an Erfahrung gewinnt.

 

Basierend auf  mehrjährigen guten Erfahrungen stellte der TC Gnadental seine Anlage wieder für das alljährliche Tennisturnier der BG Neuss gegen die BG Köln zur Verfügung.  Aus Sicht der Kölner Gäste stellte sich das Turnier wie nachfolgend beschrieben dar. Diese uns schmeichelnde Darstellung, besonders aus Kölner Munde, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

 

Sonntag, der 4.9.2011, ein Tag, der zur Wende in der langen, entbehrungsreichen Zeit der Tennismannschaft der BG Köln werden sollte: Heute endlich sollte der begehrte Pokal im Tennis wieder nach Köln geholt werden. Nach Jahren der Erniedrigung, des Frustes und der Verzweiflung, immer mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen, konnte es an diesem Sonntag nur einen Weg geben, dieses Ziel einmal endlich wieder zu erreichen : Wir fahren mit einer jungen, sportlich durchtrainierten Mannschaft nach Neuss und werden es den älteren Herren aus Neuss mal zeigen. Und so begaben sich Ralph Weltring, Frank-Oliver Kraus, Dr. Ulrich Müller- Lung, Heinz-Otto Schmitz-Pranghe (o.k. ich korrigiere : mit einer jungen oder jung gebliebenen, sportlich durchtrainierten Mannschaft), Charly Schlömer und der Unterzeichner an einem frühen Sonntagmorgen fort von ihren Familien, dem gewohnten schönen Sonntagsfrühstück und der geliebten WAZ, um für die BG Köln einen ruhmreichen Sieg zu erstreiten.

Es war noch kalt, als wir bis unter die Zähne mit den neuesten Tennisschlägern, Poloshirts und Bällen bewaffnet Neuss erreichten. Normalerweise hätte auch die BG Dortmund antreten müssen, diese hatte jedoch schon vorher kapituliert, nachdem sie in den internationalen Sportberichterstattungen erfahren hatte, wer da aus Köln anreisen würde.

Als Charly Schlömer dann auch noch an alle Kölner Kämpfer rote Käppis verteilte, musste für jedermann klar sein, diese Jungs sind eine Einheit, hier kämpft jeder für jeden.

Schon bei der Begrüßung meinten so manche unserer Mitspieler, eine gewisse Nervosität in den Augen der Neusser gesehen zu haben – oder war das nur Einbildung. Schließlich waren die Spieler aus Neuss ja mindestens einige Jahre älter als wir. (0.k. Ausnahme siehe oben ).Da kann man ja schon einmal Angst kriegen vor so gut aussehenden und durchtrainierten Kölnern. Diese muskulösen Beine und Arme, die roten Käppis und die „kleinen Bäuche“, na egal, schließlich sind am Sonntagmorgen noch keine Frauen auf der Anlage, da kann man auch mal ruhig die Sixpacks in Falten legen.

Wir wollten jedenfalls kurzen Prozess machen – also ab auf den Platz, den Gegner schwindelig spielen, Pokal gewinnen und dann ein lecker Kölsch trinken. Denn das muss man den Neussern lassen, die hatten doch tatsächlich, nur um uns milde zu stimmen, ein ganzes Fässchen Kölsch aus unserer Stadt herausgeschmuggelt. Eigentlich eine Todsünde, aber was soll’s, auch ein Neusser will mal was leckeres trinken.

 

Und schon begann das erste Spiel. Ich hatte das Glück, mit Frank-Oliver Kraus antreten zu dürfen. Ein Mann, der geht auf den Platz, um zu gewinnen. In seinen Augen sah ich: “Ich mache nie Verletzte“ . Konnte eigentlich also nichts schief gehen.

Nun ist es ja so, dass man Tennis – und insbesondere beim Doppel findet man das häufiger – nicht allein spielt. Auf der anderen Seite des Netzes steht im Regelfall der Gegenspieler, beim Doppel kann das auch einmal einer mehr sein. In unserem Fall waren das zwei nette ältere Herren, die aussahen, als wenn sie keiner Fliege etwas zuleide tun können. Vertrauenserweckende Gesichter, freundliches Lächeln und milde Worte empfingen uns bei der  Seitenwahl, die wir natürlich gewannen – wie konnte es auch anders sein.

 

Das Blöde bei so einem Tennisspiel ist manchmal, dass die Anderen nicht so mitspielen, wie man es eigentlich erwartet. Erst recht, wenn man als Gast kommt und nur die besten Absichten hat. Wirklich undankbar – ein bisschen Entgegenkommen kann man ja wohl von einem Gastgeber verlangen. Anstatt sich von uns in Grund und Boden spielen zu lassen, standen zwei nette Neusser am Netz und ließen uns laufen, bis unsere Zunge am Schläger klebte. Unsere schönen, figurbetonten Hemden – klitschnass; Frank – Olivers Lieblingsschläger – kaputt; unsere neuen Bälle – über`n Zaun und weg. Es war wie verhext – glatte Niederlage in zwei Sätzen. Aber was soll`s, wir hatten ja noch zwei andere Mannschaften im Rennen. Hier stand ja außer Zweifel, dass die ihre Spiele gewannen .Als wir also zu unseren Tischen zurück kamen ,saßen da schon vier betretene Gesichter – hallo, wollt ihr uns auf den Arm nehmen? Wie, ihr habt alle Spiele verloren und die Neusser sind gar nicht so alt wie sie....Die sind viel schneller und erfahrener als wir. Vielleicht haben die hier schon im September Karneval und haben sich nur als ältere Männer verkleidet? Wer so Tennis spielt, der muss doch eigentlich aus Köln kommen. Na ja sei`s drum, es gibt ja noch eine weitere Runde und dann legen wir richtig los – die können uns jetzt nicht mehr täuschen.

 

Liebe Leser, was sind schon Ergebnisse, damit will ich sie doch gar nicht langweilen  Entscheidend ist doch nur, dass wir für sie, unsere Mitglieder, aufopferungsvoll gekämpft haben. Lass die Anderen doch den blöden Pokal behalten. In unseren Taschen wäre für so etwas Banales sowieso kein Platz mehr gewesen. Und so haben wir uns am Ende des Tages aufgrund unserer grenzenlosen Selbstlosigkeit mit den Neussern gefreut, das diese den Pokal behalten durften. Wir Kölner wissen ja –man muss auch gönnen können. Dies ging an diesem Sonntag besonders leicht, da das Kölsch besonders gut schmeckte und wir einen schönen Grillnachmittag verlebten.

 

Aber nächstes Jahr, da können sie sich drauf verlassen, machen sich wieder im Morgengrauen sechs Männer aus Köln auf, um endlich einmal wieder abends zuhause verkünden zu können:

And the winner is --- BG Köln.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 10. Juli 2018 um 10:09 Uhr
 
 



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